V iele Anleger setzen auf alternative Risikoprämienstrategien, die attraktive Renditen und Diversifizierungsvorteile innerhalb ihrer gesamten Asset-Allokation bieten. Im Gegensatz dazu sehen viele die Bewertungen für traditionelle Anlagen als überzogen an und waren von der inkonsistenten Performance von Hedgefonds enttäuscht. Wie die Portfoliomanager Josh Davis, Matt Dorsten und Graham Rennison erläutern, birgt die Multi-Asset-Alternative-Risk-Premia-Strategie von PIMCO eine effiziente Möglichkeit, in einem diversifizierten Portfolio alternativer Risikoprämien anzulegen.

Frage: Was ist unter PIMCOs Multi-Asset-Alternative-Risk-Premia-Strategie (MAARS) zu verstehen?
Davis:
MAARS umfasst eine Sammlung von bekannten alternativen Risikoprämienstrategien wie Value, Carry, Momentum und Risikoaversion, die alle wichtigen Anlageklassen, einschließlich Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen, einschließt. Die Strategie wurde als eine echte Alternative konzipiert: Im Gegensatz zu den meisten unserer Wettbewerber kontrollieren wir Beta und Duration der Aktien auf der Ebene der zugrunde liegenden Strategie und des Portfolios, um eine konsistente Diversifizierung zu gewährleisten. Darüber hinaus verfolgen wir bei der Risikoallokation einen dynamischen Ansatz und verwenden bewertungsbasierte Ausrichtungen, statt wie die meisten unserer Wettbewerber auf einen statischen Risikoallokationsansatz zu setzen.

PIMCO setzt seit den 1980er-Jahren für eine Vielzahl von Hedgefonds und andere aktiv verwaltete Portfolios alternative Risikoprämienstrategien ein. Wir bezeichnen sie als „strukturelles Alpha“ und haben ausführlich über ihre Verwendung in unseren Portfolios geschrieben (siehe „The Secret of Active Portfolio Management“ von Mihir P. Worah und Ravi K. Mattu). Neben der Top-down-Makro- und der Bottom-up-Titelauswahl waren alternative Risikoprämien ein wichtiger Treiber für unser Alpha.

Kurz gesagt: MAARS ist neu, aber die zugrunde liegenden Strategien nicht. MAARS kombiniert diese Strategien und bietet Anlegern Zugang zu unseren besten Ideen für alternative Risikoprämien in einem effizienten und umfassenden Paket.

Frage: Warum sind diese Strategien bei Anlegern so beliebt?
Dorsten:
Alternative Risikoprämien gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie das Potenzial haben, die Renditen erheblich zu steigern, und für eine Diversifizierung des Portfolios sorgen. Da die Anleihenrenditen nahe den historischen Tiefstständen liegen und Aktien angemessen bewertet sind, befürchten Anleger weltweit, dass die Renditen traditioneller Anlagen zu gering ausfallen könnten. Viele sehen eine wachsende Kluft zwischen ihren offiziellen Renditezielen und dem, was die Märkte ihrer Meinung nach zu bieten haben.

Alternative Risikoprämienstrategien sind für dieses Umfeld ideal, da sie helfen können, die Lücke zu schließen, ohne dass die Anleger gezwungen sind, hohe Gebühren zu zahlen oder Liquidität zu opfern. Da diese Strategien außerdem long/short sind und systematisch keine direktionalen Engagements in irgendeiner Anlageklasse aufweisen, sind sie potenziell auch stark diversifiziert.

Frage: Was ist anders an PIMCO MAARS?
Rennison:
Wir denken, dass MAARS eine differenzierte Strategie ist, die sich sehr gut mit den Strategien einiger unserer Wettbewerber ergänzt. Dies liegt zum Teil daran, dass MAARS in mehrfacher Hinsicht über die traditionellen Prämien hinausgeht, die mit Werthaltigkeit, Carry, Momentum und Volatilität verbunden sind:

Erstens gehen wir sehr selektiv vor. Wir berücksichtigen nur Risikoprämien, die nachweislich über mehrere Konjunkturzyklen hinweg bestehen, klar wirtschaftlich begründet sind und durch umfassende wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt wurden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Liquidität. Jede Strategie in unserem Anlageansatz ist mit hochliquiden oder börsengehandelten Instrumenten handelbar. Wir halten die Selektivität für wichtig, da diese Risikoprämien in den meisten Anlageklassen, aber nicht überall vorhanden sind. Einen allgemeinen Ansatz, der in jede alternative Risikoprämie ohne strenge Screening-Kriterien investiert, halten wir für gefährlich.

Zweitens ist unsere Strategie-Suite ergänzender Natur. Wir bringen unsere Stärke in den Bereichen Anleihen, Währungen und Rohstoffe zur Geltung, indem wir den Großteil des Risikos in nicht aktienbasierte alternative Risikoprämien investieren. Im Gegensatz dazu scheinen aktienbasierte Risikoprämien das Portfoliorisiko in Strategien zu dominieren, die von vielen unserer Wettbewerber verwaltet werden, wobei einige bis zu 70% des Risikos aktienbasierten Strategien zuweisen. Aus unserer Sicht ist eine ausgewogene Allokation der Risikoprämien, bei der keine einzelne Anlageklasse oder Prämie dominiert, sowohl unter Rendite- als auch unter Risikogesichtspunkten sinnvoll.

Drittens haben wir jede Strategie so konzipiert, dass sie eine Korrelation von nahezu null zu den Aktien- und Anleihenmärkten anstrebt, indem wir die Engagements in diesen Märkten auf Strategieebene komplett absichern. Trotz der mit der Absicherung verbundenen Kosten halten wir dies für entscheidend, um dem Label „Alternativ“ gerecht zu werden. Darüber hinaus wollen wir unsere Strategie nicht davon abhängig machen, dass die historischen Korrelationen zwischen den Risikoprämien weiterhin stabil sind, um Diversifizierungsvorteile zu realisieren.

Und schließlich – und das zeichnet uns meiner Ansicht nach wirklich aus – ist hier die Liebe zum Detail zu erwähnen, die wir der Strategieentwicklung gewidmet haben. Wie Josh betonte, hat PIMCO diese Strategien seit mehreren Jahrzehnten in einer Reihe von Produkten umgesetzt und weiterentwickelt. Wir glauben, dass die Robustheit der Konstruktion eine große Rolle spielen wird, wenn die Marktbedingungen weniger günstig sind. Strategien, die einfach auf Backtests ohne tatsächliche Handelserfahrung basieren, werden es schwer haben, aufzuholen.

Frage: Warum glauben Sie, dass PIMCO in der Strategieentwicklung und -umsetzung einen Vorsprung hat?
Dorsten:
Während sich Manager auf die gleichen Risikoprämien beziehen können, werden Anleger, die eine Due-Diligence-Prüfung durchführen, schnell feststellen, dass sowohl die Strategiekonstruktion als auch die Umsetzung von Manager zu Manager sehr unterschiedlich ausfallen. In der Tat gibt es noch keinen Konsens in der Branche über die Definitionen einiger dieser Risikoprämien, geschweige denn darüber, wie sie zu erfassen sind. Dies wird wahrscheinlich zu einer erheblichen Streuung der Ergebnisse führen, was bisher auch der Fall war.

Bei der Konzeption unserer Strategien können wir glücklicherweise auf langjährige Erfahrungen und Erkenntnisse aus unserer gesamten Anlageplattform zurückgreifen. Unser Team von quantitativen Researchern, das eng mit den globalen Makro- und Sektorspezialisten von PIMCO zusammenarbeitet, hat diese Strategien im Laufe der Zeit immer mehr verfeinert und unsere Modelle sowie deren Umsetzung weiter verbessert.

Auch die Ausführung ist wichtig, da diese Strategien dynamisch sind und häufiges Handeln erforderlich ist. Die Größe und die Produktvielfalt von PIMCO bieten uns einen deutlichen Vorteil bei den Handelsbedingungen in Form geringstmöglicher Ausführungskosten. Darüber hinaus erlaubt uns der breitere Handelsfluss bei PIMCO, unseren auf einer systematischen Strategie basierenden Handelsfluss zu maskieren. Dadurch verhindern wir, dass Handelskontrahenten indirekt Einblick in unsere Handelsmodelle erhalten.

Frage: Wie nutzen Anleger diese Strategien?
Rennison:
Es scheinen zwei Schlüsselthemen zu dominieren. Zum einen geht es darum, höhere Renditen zu erzielen, indem man auf alternative Risikoprämienstrategien setzt, die auf Volatilitäten im hohen einstelligen Bereich oder höher abzielen. Wir gehen davon aus, dass diese Strategien deutlich höhere Renditen erzielen werden, als dies bei herkömmlichen Aktien und Anleihen der Fall ist.

Wie Matt bereits hervorhob, sehen wir auch Kunden, die sich diesen Strategien als Quelle der Portfoliodiversifizierung zuwenden. Da diese Strategien mit Long/Short-Portfolios aufgebaut sind, die explizit auf Marktneutralität abzielen, erwarten wir eine niedrige Korrelation zu den Aktien- und Anleihenmärkten. Dies steht im Gegensatz zu vielen unserer Wettbewerber, deren Strategien oft ein signifikantes Aktien-Beta – häufig einhergehend mit einer Anleihenduration – aufweisen und daher keinen echten alternativen Ansatz darstellen. Aus diesen Gründen nutzen einige Anleger diese Strategien als „verstärkten Diversifikator“ zur Ergänzung von Kernallokationen in festverzinslichen Wertpapieren.

Autor

Josh Davis

Weltweiter Leiter des Risikomanagements

Matt Dorsten

Portfoliomanager

Graham A. Rennison

Quantitative Portfolio Manager

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