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Wesentliche Erkenntnisse aus PIMCOs Bericht zum nachhaltigen Investieren

PIMCOs Bericht zum nachhaltigen Investieren fasst unsere neuesten Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit zusammen.Hier präsentieren wir die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts mit Blick auf Dialog und Zusammenarbeit, Humankapital und CO2-Analytik.

Das nachhaltige Investieren hat mehrere Evolutionsstufen hinter sich. Was als ein überwiegend aktienorientierter Negative-Screening-Ansatz für sozial verantwortliche Anleger begann, hat sich zu einer globalen Assetklassen-übergreifenden Investmentbewegung entwickelt. In Anerkennung dieser Transformation haben wir den Titel des diesjährigen Jahresberichts von „Umwelt, Soziales und Governance“ (ESG) in „Nachhaltiges Investieren“ umbenannt und damit die Bedeutung dieser als globaler Megatrend geltenden Entwicklung unterstrichen.

PIMCOs Bericht zum nachhaltigen Investieren legt unsere neuesten Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit, detaillierte Fallstudien zu unseren Kooperationsbemühungen sowie aktuelle Sachverhalte aus den Bereichen Menschenrechte, Humankapital, Naturkapital und CO2-Analytik dar. In diesem Beitrag stellen wir einige wesentliche Erkenntnisse aus dem Bericht heraus und richten einen Fokus auf die Bereiche Dialog und Zusammenarbeit, Humankapital und CO2-Analytik.

Dialog und Zusammenarbeit: Den Wandel beeinflussen

Als einer der größten Anleihenhalter der Welt verfügt PIMCO über eine bedeutende Plattform, um mit Emittenten bezüglich ESG-Themen und Nachhaltigkeitszielen (einschließlich dem Klimawandel) in Dialog zu treten und somit den Anlagewert für unsere Kunden zu steigern. Im Jahr 2022 nahmen die Analysten von PIMCO ESG-bezogene Gespräche mit rund 1.370 Emittenten von Unternehmensanleihen aus den unterschiedlichsten Branchen und Regionen auf und intensivierten unsere Zusammenarbeit in diversen thematischen Bereichen.

Den folgenden vier Hauptthemen messen wir mitunter eine besondere Bedeutung zu, wenn es um die Beurteilung der langfristigen Resilienz eines Emittenten bezüglich der ESG-Risiken geht:

Klimawandel: Wir tauschen uns mit den Unternehmen über ihre Klimaambitionen, Ziele und Umsetzungspläne aus, insbesondere über die Reduktion der Methan- und Treibhausgasemissionen in der Realwirtschaft.

Menschenrechte: Als Anleger sind wir gegebenenfalls mit dafür verantwortlich, potenzielle Menschenrechtsverletzungen im Zuge unserer Vermögensanlage aufzudecken und dagegen vorzugehen. Wir führen mitunter gründliche Due-Diligence-Prüfungen durch, um potenzielle Menschenrechtsverletzungen zu identifizieren, die in der Wertschöpfungskette eines Emittenten verankert sind.

Humankapital: Im Dialog mit den Emittenten können wir versuchen, eine wirksame, transparente und integrative Strategie für das Humankapitalmanagement zu entwickeln, um Talente an die Unternehmen zu binden und ihre operative Produktivität zu steigern.

Naturkapital: Ressourcen wie Luft, Wasser, Boden, Rohstoffe, Wildtiere, Artenvielfalt und Ozeane sind für die meisten oder sogar alle Bereiche der Wirtschaft von Belang. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit den Emittenten sind wir bestrebt, ein fundiertes Verständnis über ihren Einfluss auf und ihre Abhängigkeit von Naturkapital zu erlangen.

Humankapital: Personalrisiken managen

Eine belastbare und produktive Belegschaft kann ein Indiz für eine langfristige und nachhaltige Wachstumsstrategie sein. Wendet ein Unternehmen bewährte Programme zur Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern an, kann dies unser Vertrauen in längerfristige Investitionen stärken. Darüber hinaus dürften Organisationen, die ihrer Belegschaft den Vorrang unter den Interessengruppen einräumen, weniger Fluktuation in angespannten Arbeitsmarktsituationen erfahren, produktiver sein und vom Markt hinsichtlich ihres Talentmanagements positiver wahrgenommen werden. Ein schlechtes Personalmanagement kann dagegen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen und unsere Einschätzung der Wachstumsaussichten eines Unternehmens beeinträchtigen.

Wir können unsere Zusammenarbeit und unsere Untersuchungen auf den Ansatz konzentrieren, den ein Unternehmen bei der Neueinstellung, Aus- und Weiterbildung verfolgt, und die veröffentlichten Daten nach Hinweisen auf die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen durchforschen. Außerdem befassen wir uns mit verschiedenen Diversitäts- und Inklusionsthemen – je nachdem, in welchem Land ein Unternehmen tätig ist. Unser besonderes Augenmerk ist dabei oftmals darauf gerichtet, wie sich diese Bemühungen auf die Zahlungsverpflichtungen, das Risiko einer negativen Berichterstattung, die Bindung von Talenten und die Lohngerechtigkeit auswirken.

CO2-Analytik: Effektive Messinstrumente entwickeln

Ein klimarelevantes Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Identifikation der Treiber, die im Laufe der Zeit für Veränderungen im CO2-Fußabdruck eines Portfolios sorgen. Eine historische Herausforderung besteht darin, dass es an Daten oder Standards mangelt um festzustellen, ob die Senkung der Kohlenstoffemissionen eines Portfolios mit einer tatsächlichen Verringerung der Treibhausgasemissionen in der Realwirtschaft einhergeht.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat PIMCO einen hauseigenen Bezugsrahmen für interessierte Anleger geschaffen, die eine langfristige Dekarbonisierung ihrer Portfolios anstreben. Unser hauseigenes CO2-Attributionstool misst und informiert darüber, welchen Beitrag unterschiedliche Faktoren zu den CO2-Emissionen der Unternehmen in einem Portfolio leisten. Darüber hinaus kann es die Emissionsdaten mit einer breit gefassten Benchmark und über verschiedene Zeiträume hinweg vergleichen. Auf diese Weise kann das Tool helfen, fundiertere Entscheidungen darüber zu treffen, welche die wirksamsten Hebel sein können, um die CO₂-Emissionen eines Portfolios zu senken, und die Emittenten zugleich zu einer tatsächlichen Reduktion ihrer Emissionen zu animieren.

Unseren Bericht zum nachhaltigen Investieren können Sie hier herunterladen, um mehr über unsere Einschätzungen und Analysen sowie über unsere Fallstudien zu Kooperationsbemühungen zu erfahren. Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit bei PIMCO erhalten Sie hier.


1 Im Jahr 2022 trat PIMCO in Dialog mit rund 1.370 Emittenten von Unternehmensanleihen. Diese Zahl beinhaltet alle erfassten Gespräche, bei denen ESG-Themen erörtert wurden. „Emittenten von Unternehmensanleihen“ bezieht sich auf die obersten Muttergesellschaften, deren Jahreszahlen im internen Mapping von PIMCO unter Umständen anders dargestellt werden.

2 United National Guiding Principles on Business and Human Rights: www.ohchr.org/sites/default/files/documents/publications/guidingprinciplesbusinesshr_en.pdf

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PIMCO hat sich verpflichtet, Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) in unseren breit angelegten Research-Prozess zu integrieren und mit Emittenten in einen Dialog über Nachhaltigkeitsfaktoren und unsere Klimawandel-Investmentanalyse zu treten.  Bei PIMCO definieren wir ESG-Integration als die konsequente Berücksichtigung wesentlicher ESG-Faktoren in unserem Investment-Research-Prozess, die unter anderem Risiken des Klimawandels, soziale Vielfalt, Inklusion und soziale Gleichberechtigung, regulatorische Risiken und Personalmanagement umfassen können. Weitere Informationen finden Sie im „Sustainable Investment Policy Statement“ von PIMCO.

Bei Mischfonds mit Nachhaltigkeitszielen („ESG-spezifische Fonds“) bauen wir auf die über mehr als 50 Jahre bewährten Anlageprozesse von PIMCO auf und wenden drei Leitprinzipien an: Ausschluss, Evaluation und Dialog.  Auf diese Weise streben die ESG-Fonds von PIMCO danach, attraktive Renditen zu erwirtschaften und zugleich Strategien zu verfolgen, die nach Ansicht von PIMCO dazu beitragen können, positive ESG-Ergebnisse zu erreichen. Ausführlichere Informationen zu den Anlagezielen, den Anlagestrategien und dem ESG-Ansatz der einzelnen ESG-spezifischen Fonds finden Sie im jeweiligen Verkaufsprospekt.

Der Bericht enthält Beispiele für die internen ESG-Kooperations- und Research-Kompetenzen des Unternehmens. Darin enthaltene Daten können veraltet sein und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung für ein bestimmtes Wertpapier, eine Strategie oder ein Anlageprodukt dar. Bei der Auswahl der Fallstudien berücksichtigt PIMCO diverse Faktoren, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Frage, ob das Beispiel die jeweilige Anlagestrategie und die Prozesse veranschaulicht, die PIMCO bei seinen Investitionsentscheidungen anwendet. Die hier enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die wir für zuverlässig halten; es wird jedoch keine Gewähr übernommen.

Alle Investments enthalten Risiken und können an Wert verlieren. Anlagen am Anleihenmarkt unterliegen Risiken wie zum Beispiel Markt-, Zins-, Emittenten-, Kredit-, Inflations- und Liquiditätsrisiken. Der Wert der meisten Anleihen und Anleihenstrategien wird durch Zinsänderungen beeinflusst. Anleihen und Anleihenstrategien mit längerer Duration sind häufig sensitiver und volatiler als Papiere mit kürzerer Duration. Die Anleihenpreise sinken in der Regel, wenn die Zinsen steigen. Ein Umfeld niedriger Zinsen erhöht dieses Risiko. Eine Verschlechterung der Bonität des Anleihenkontrahenten kann zu einer niedrigeren Marktliquidität und einer höheren Kursvolatilität beitragen. Der Wert von Anleihen kann bei der Rücknahme über oder unter dem ursprünglichen Kaufpreis liegen. ESG-Anlagen sind ihrem Wesen nach qualitativ und subjektiv, und es kann nicht gewährleistet werden, dass die von PIMCO einbezogenen Faktoren oder die vorgenommene Beurteilung die Auffassungen oder Werte eines bestimmten Anlegers widerspiegeln. Die von PIMCO herangezogenen Faktoren entsprechen unter Umständen nicht den Faktoren, die ein bestimmter Anleger zur Beurteilung der ESG-Praktiken eines Emittenten für relevant hält. Bei der Bewertung eines Emittenten ist PIMCO auf Informationen und Daten angewiesen, die aus freiwilligen Meldungen oder Meldungen Dritter stammen. Diese können unvollständig, ungenau oder nicht verfügbar sein oder widersprüchliche Informationen und Daten in Bezug auf einen Emittenten enthalten, was in jedem Fall dazu führen könnte, dass PIMCO die Geschäftspraktiken eines Emittenten in Bezug auf seine ESG-Praktiken falsch bewertet. Sozial verantwortliche Normen unterscheiden sich je nach Region, und die ESG-Praktiken eines Emittenten oder die Bewertung der ESG-Praktiken eines Emittenten durch PIMCO können sich im Lauf der Zeit ändern. Es gibt keine standardisierte Branchendefinition oder Zertifizierung für bestimmte ESG-Kategorien, wie etwa „grüne Anleihen“; entsprechend beruht die Aufnahme von Wertpapieren in diese Statistik auf der Subjektivität und Diskretion von PIMCO. Es gibt keine Garantie, dass die ESG-Anlagestrategie und die angewandten Techniken erfolgreich sein werden. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie und kein zuverlässiger Indikator für künftige Ergebnisse.

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