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Nachhaltigkeit an den Anleihenmärkten inmitten von Covid‑19: ESG im Fokus

Ist dieser von der Gesundheitskrise ausgelöste Wirtschaftsschock der ESG-Wendepunkt, den die Märkte brauchten? In diesem Interview diskutieren wir die Aussichten für ESG-Anlagen sowie PIMCOs Ansatz für nachhaltiges Investieren.

Durch die globale Gesundheitskrise bedingte politische Reaktionen und Neuemissionen könnten die Entwicklung der Märkte für ESG-Anlagen (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) noch viele Jahre lang bestimmen.

Ist dieser von der Gesundheitskrise ausgelöste Wirtschaftsschock der ESG-Wendepunkt, den die Märkte brauchten? In diesem Interview erörtern Scott Mather, CIO U.S. Core Strategies und Verantwortlicher für ESG-Strategien, Olivia Albrecht, Leiterin der ESG-Geschäftsstrategie, und Jelle Brons, Mitglied des ESG-Portfoliomanagement-Teams, die Aussichten für ESG-Anlagen sowie PIMCOs Ansatz für nachhaltiges Investieren.

FRAGE: WIE PRÄGT DIE COVID-19-GESUNDHEITSKRISE DIE AUSSICHTEN FÜR DIE GLOBALE NACHHALTIGKEIT IM JAHR 2020 UND DARÜBER HINAUS?

Albrecht: Diese Pandemie ist zweifelsohne die erste Nachhaltigkeitskrise des 21. Jahrhunderts. Sie wird vermutlich dazu beitragen, dass Investoren schneller auf langfristige Nachhaltigkeitsrisiken reagieren. Vielen von uns haben die tiefgreifenden Ereignisse des Jahres 2020 bewusst gemacht, wie vernetzt, voneinander abhängig und verwundbar die Welt gegenüber den potenziellen Herausforderungen ist, die der Klimawandel mit sich bringt.

Bislang hatten wir es in diesem Jahr mit Ölangebotsschocks, einer globalen Pandemie und nun weltweiten Protesten und Demonstrationen für soziale Gerechtigkeit zu tun. Unsere Herzen sind bei unseren Kunden und Kollegen in aller Welt, deren Leben auf den Kopf gestellt wurde. Covid-19 ist in erster Linie eine humanitäre Krise, von der die Ärmsten und Schwächsten der Welt unverhältnismäßig stark betroffen sind. Sie hat sich aber auch zu einer Wirtschafts- und Nachhaltigkeitskrise entwickelt.

Seit fast 50 Jahren ist unser Anlageprozess bei PIMCO darauf ausgerichtet, Millionen von Anlegern unabhängig von den sich verändernden Marktbedingungen in der Verfolgung ihrer Ziele zu unterstützen. Unsere Führungsrolle im ESG-Bereich unterstützt uns in unserem Streben, die Ziele unserer Kunden zu erreichen und zugleich ein langfristiges, nachhaltiges Wirtschaftswachstum in aller Welt zu fördern. Dennoch müssen wir als Anleger, Emittenten, Vermögensinhaber und Vermögensverwalter mehr tun, um die Bemühungen miteinander in Einklang zu bringen und noch zügiger einen kohärenten Wandel herbeizuführen.

FRAGE: WIE ENTWICKELN SICH DIE ANLEIHENMÄRKTE HIN ZU MEHR NACHHALTIGKEIT?

Mather: Nachhaltigkeit gewinnt in der Gesellschaft und insbesondere in der Geschäftswelt und der Anlegergemeinschaft tendenziell an Bedeutung – unseres Erachtens nach ist sie der Schlüssel zur Maximierung des Wirtschaftswachstums und der Widerstandsfähigkeit auf lange Sicht. Von einer stärkeren, kollektiven Ausrichtung auf Nachhaltigkeit können Anleger in naher Zukunft auf zweierlei Weise profitieren: erstens durch mehr Berichterstattung und Transparenz. Und zweitens durch die Etablierung neuer Finanzinstrumente. Unserer Einschätzung nach wird 2020 ein geschäftiges Jahr für die Anleger sein und zahlreiche Innovationen und neue Entwicklungen mit sich bringen.

PIMCO beteiligt sich aktiv an Branchengruppen und politischen Entscheidungskreisen, die sich um Innovationen und die Entwicklung neuer Finanzinstrumente bemühen. Dank unserer Größe sind wir in einer Position, diese Gremien bei der Gestaltung von Marktstandards zu beraten.

Mit dem Ziel, die Innovation am Markt voranzutreiben, setzt sich PIMCO unter anderem als Co-Leiter der UN Global Compact CFO Taskforce für die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDG) ein. Als Gründungsmitglied dieses zweijährigen Projekts möchten wir dazu beitragen, Hunderte von CFOs zu mobilisieren, um den Finanzierungsbedarf rund um die SDGs zu decken und zugleich Anlagechancen für wirkungsorientierte Anleger zu schaffen. In unserer Leitungsposition, die wir gemeinsam mit Enel inne haben, möchten wir unsere Expertise an den Anleihenmärkten einsetzen, um Richtlinien und Normen für nachhaltige Anleihenemissionen aufzustellen, die helfen, die Unternehmensfinanzierung zu einer bedeutenden Kraft bei der Schließung der SDG-bezogenen Finanzierungslücke zu machen.

Brons: Die gegenwärtige Krise könnte ein Sprungbrett sein, das mehr Investoren dazu bewegt, sich nach nachhaltigeren Anlageoptionen umzusehen. Neben dem Wachstum am Markt für grüne Anleihen ist auch das Emissionsvolumen von Covid-19-Anleihen sowie von SDG- und Sozialanleihen gestiegen.

FRAGE: WIE BINDET PIMCO ANLEIHENEMITTENTEN IN ESG-BEZOGENE ASPEKTE MIT EIN?

Mather: Als aktiver Vermögensverwalter war PIMCO stets darauf bedacht, im Rahmen unseres hauseigenen Researchs mit den Emittenten zusammenzuarbeiten. Dieses Engagement ist ein entscheidender Faktor in unserem dreistufigen Prozess zum Aufbau ESG-spezifischer Portfolios (siehe Abbildung 1), und die Erkenntnisse und Konsequenzen dieser Kooperationsbemühungen können neben ESG-spezifischen Portfolios auch in die übrigen Portfolios des Unternehmens einfließen.

Ein persönlicher Dialog ist unerlässlich, um die Management- und Nachhaltigkeitskonzepte der Emittenten zu verstehen. Für gewöhnlich kommen wir mehrmals pro Jahr mit den Emittenten, die in den Portfolios von PIMCO vertreten sind, zusammen, und diese möchten selbstverständlich wissen, was ihre Großanleger denken.

Für Anleiheninvestoren gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die Emittenten einzubinden und einen noch direkteren Einfluss zu nehmen: über Anleihenemissionen. Denn Anleihenemittenten müssen fortlaufend an den Markt zurückkehren – sie müssen kontinuierlich mit den Unternehmen zusammenarbeiten, die sie bewerten, und mit Investoren wie PIMCO, die ihre Anleihen kaufen. Für viele Kunden und Ratingagenturen gewinnen ESG-Faktoren gleichermaßen an Bedeutung, was sich unmittelbar auf die Kapitalbeschaffungskosten der Emittenten auswirkt. Folglich können Anleiheninvestoren in vielerlei Hinsicht mehr Einfluss nehmen als Aktieninvestoren – sie haben definitiv mehr Möglichkeiten, in einen Dialog zu treten.

Abbildung 1: PIMCOs dreistufiger Ansatz zum Aufbau ESG-spezifischer Portfolios.

FRAGE: WELCHE ENTWICKLUNGEN ZEICHNEN SICH DIESES JAHR SPEZIELL IM BEREICH DER SOZIALEN FAKTOREN AB, BEI DEM „S“ DES ESG-BEZOGENEN INVESTIERENS?

Albrecht: In Anbetracht der jüngsten Ereignisse, einschließlich der Covid-19-Pandemie, aber auch der weltweiten Proteste gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit, rücken soziale Faktoren zunehmend ins Zentrum des Interesses und der Berichterstattung. Zu den zentralen gesellschaftlichen Themen zählen Datensicherheit, Produktqualität und Humankapitalmanagement, wobei die Ungleichheit besonders im Vordergrund steht.

Um kurz auf das Humankapitalmanagement einzugehen: Derzeit sind zahlreiche Unternehmen im Begriff, ihre Strategie für den Umgang mit ihrem Personal zu formalisieren. Die Fähigkeit, großartige Mitarbeiter zu gewinnen, zu halten und einzubinden, kann Unternehmen einen Vorteil verschaffen. Zu den wichtigsten sozialen Daten, die wir im Auge behalten, gehören die Mitarbeiterfluktuation, das Mitarbeiterengagement und die Mitarbeiterstimmung sowie die Formalisierung dieser Strategien auf Führungsebene. Wir stellen Emittenten die folgenden Fragen:

  • Gibt es bei Ihnen einen Ausschuss zur Überwachung der Humankapitalstrategien?
  • Können Sie unseren Engagement- oder Fundamentalanalysten Ihre Strategie erläutern?
  • Können Sie beschreiben, was Sie von Ihren Mitarbeitern und Ihrer Strategie für das Humankapitalmanagement erwarten?

Rund um den Globus ist mit dauerhaften Veränderungen der Arbeitsumgebung zu rechnen. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen weltweit arbeitslos sind, lässt sich eine künftige Umverteilung von Arbeit nicht vermeiden. Viele Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, werden nicht exakt in ihre bisherige Funktion zurückkehren können. Dies birgt potenzielle langfristige Vorteile für Unternehmen, die in der Lage sind, innovativ zu sein und schnell zu reagieren. Unternehmen, die nicht innovativ sind, laufen indes Gefahr, bei dieser Umverteilung des Humankapitals wichtige Talente zu verlieren.

FRAGE: WIE BINDET PIMCO UNTERNEHMEN INMITTEN VON COVID-19 EIN?

Albrecht: Als sich die Covid-19-Pandemie abzeichnete, traten wir in Kontakt mit den Unternehmen, um unsere Ideen zu teilen und Informationen bezüglich ihrer anfänglichen Reaktionen und ihres Krisenmanagements zusammenzutragen. Beispiele für unser aktives Engagement und den Dialog sind:

  • Wir forderten die Unternehmen auf, die Transparenz bezüglich der unmittelbaren und langfristigen Risiken, denen sie ausgesetzt sind, zu verbessern.
  • Wir erkundigten uns, wie die Unternehmen ihre Mitarbeiter behandeln und ob sie ihre Leistungen kurzfristig verlängern.
  • Wir sind bestrebt, unser Verständnis der gesamten Lieferketten der Unternehmen zu vertiefen, die Transparenz bezüglich der Wertschöpfungskette zu erhöhen und zu verstehen, wie Unternehmen auf diese Art von Störung reagieren.

Wir glauben, dass hohes Engagement Hand in Hand mit gutem Research geht. Da wir langfristige Beziehungen zu diesen Unternehmen unterhalten, können wir sie bei der Identifikation und Umsetzung geeigneter Verfahren unterstützen. Inzwischen zeichnen sich einige führende Praktiken für den Umgang mit dieser sozialen Krise ab:

  • Oberste Priorität hat der Schutz unverzichtbarer Arbeitskräfte, um ihre Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten.
  • Verbesserung von Leistungen und Flexibilität – z. B. Erweiterung der psychischen Beratung oder erweiterte Möglichkeiten der Telemedizin.
  • Unterstützung der Lieferanten – Unternehmen mit einer transparenten Wertschöpfungskette können ihre Lieferanten besser unterstützen.
  • Selbstverständlich ist auch die Erhaltung der Belegschaft über die Phase der Verwerfung hinweg von entscheidender Bedeutung für eine stabile wirtschaftliche Erholung. Auch wenn uns bewusst ist, dass nicht jedes Unternehmen jeden Mitarbeiter halten kann, haben einige stark gebeutelte Unternehmen, die nicht all ihre Mitarbeiter halten konnten, innovative Lösungen gefunden, ihnen Zugang zu Kranken- und anderen wichtigen Versicherungen zu gewährleisten.

FRAGE: WIE STEHT ES ANGESICHTS DES UNERWARTETEN PANDEMIEBEDINGTEN DRUCKS UM DIE KLIMASCHUTZZUSAGEN IM JAHR 2020? UND WIE SETZT SICH PIMCO FÜR DEN KLIMASCHUTZ IN ESG-PORTFOLIOS EIN?

Brons: Unter dem Strich war trotz der globalen Pandemie und des Einbruchs der Öl- und Gaspreise zu beobachten, dass die strategischen, langfristigen Klimaschutzzusagen der meisten Unternehmen und Länder nach wie vor Gültigkeit haben. Obschon wir davon ausgehen, dass das Tempo der Fortschritte hin zu einer kohlenstoffärmeren Zukunft etwas nachlassen wird, waren auch ermutigende Fortschritte zu erkennen. So steigen etwa die Hauptakteure der Öl- und Versorgungsbranche von Kohle auf erneuerbare Energien um und geben grüne Anleihen aus, um den Zielen des Pariser Abkommens zu entsprechen.

Der Ölmarkt-Schock vom April hatte brutale Folgen für Geschäftsmodelle, die auf anhaltend hohe Ölpreise bauen, was nicht nur für Unternehmen, sondern auch für einige Länder gilt. Im US-Energiesektor kam es zu mehreren Zahlungsausfällen.

Durch das Ausklammern von Engagements in fossilen Brennstoffen waren ESG-orientierte Anleger in der Lage, einen Großteil der ölbedingten Volatilität zu vermeiden. Die ESG-Portfolios von PIMCO sind grundsätzlich nicht in fossile Brennstoffe investiert – weder in typische Energieunternehmen noch in Kohle oder den Ölsektor. Gleichwohl können unsere ESG-Strategien selektiv in grüne Anleihen von Versorgungsunternehmen investieren, die sich von Kohle ab- und erneuerbaren Energien zuwenden. Wir bemühen uns, mit diesen Unternehmen bezüglich ihrer Klimapläne, ihrer Ziele und ihrer Fortschritte bei der Umstellung auf erneuerbare Energien in Dialog zu treten. Außerdem rufen wir einige große Energieunternehmen aktiv dazu auf, grüne Anleihen zu begeben, die ihren strategischen Zielen einer Umstellung auf erneuerbare Energien entsprechen.

FRAGE: WIE BEURTEILT PIMCO GRÜNE ANLEIHEN IN BEZUG DARAUF, OB SIE TATSÄCHLICH NACHHALTIG SIND (UND KEINE „GRÜNFÄRBEREI“)?

Brons: Wenn eine neue grüne Anleihe auf den Markt kommt, sehen sich unsere Analysten zwei Schlüsselaspekte an:

  • Erstens: Stimmen die Ziele der grünen Anleihen und die Mittelverwendung tatsächlich mit der ESG-Strategie des Unternehmens überein?
  • Zweitens: Gibt es Nachweise für ein deutlich positives Ergebnis?

Hier ein hypothetisches Beispiel: Ein großes US-amerikanisches Versorgungsunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 50 bis 100 Milliarden US-Dollar hat lange Zeit keine grüne Anleihe emittiert, was hauptsächlich dadurch bedingt ist, dass es die Umstellung auf erneuerbare Energien derzeit nicht aktiv verfolgt. Nun begibt der Energieversorger eine grüne Anleihe im Umfang von 300 Millionen US-Dollar, deren Erlöse zum Teil in Erdgas investiert werden. Diese Emission würden wir als schlechte grüne Anleihe einstufen, und zwar aus folgendem Grund:

  • Die Erlöse fließen zum Teil in Erdgas, und angesichts der Höhe des Erlöses und der Größe des Unternehmens wird diese Anleihenemission vermutlich keine wesentlichen positiven Auswirkungen haben.
  • Wenn dieser Emittent noch nicht einmal einen stichhaltigen Plan für eine Umstellung auf erneuerbare Energien vorgelegt hat, würde er in unserer Analyse zusätzliche Warnsignale auslösen. Außerdem ist uns eine Übereinstimmung mit etablierten Standards, wie die von der ICMA (International Capital Market Association) veröffentlichten Green Bond Principles (GBP), wichtig. PIMCO ist derzeit einer von acht Investoren im ICMA GBP and SBP (Social Bond Principles) Executive Committee.

FRAGE: WELCHE ÜBERGEORDNETE GESCHÄFTSSTRATEGIE VERFOLGT PIMCO BEI ESG-ANLAGEN?

Albrecht: Unsere ESG-Plattform umfasst zwei Schlüsselbereiche:

  • ESG-Integration: PIMCO bezieht die Aspekte von Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung systematisch in unseren breit angelegten Anlageprozess ein, an dem sich die von uns verwalteten Vermögenswerte im Umfang von knapp zwei Billionen US-Dollar orientieren.
  • ESG-spezifische Strategien: Wir verwalten eine Reihe von Portfolios, die nach traditioneller PIMCO-Manier auf risikobereinigte Renditen ausgerichtet sind und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele verfolgen.

Bei PIMCO wird die ESG-Integration unternehmensweit aus Bottom-up-Perspektive umgesetzt, indem unsere Analysten die ESG-Faktoren in ihre Einschätzungen und Bewertungen einbeziehen. Klimawandel, regulatorische Änderungen und Verbraucherpräferenzen sind Faktoren, die unsere Bewertungen von Anlagemöglichkeiten im Namen unserer weltweiten Kunden beeinflussen können. Diese Bottom-up-orientierte ESG-Integration erstreckt sich auf unsere Investitionen in Kreditprodukte, Staaten, Kommunen und verbriefte Vermögenswerte.

Darüber hinaus analysieren und bewerten wir Nachhaltigkeitsfaktoren aus einer Top-down-Perspektive. So fließen unsere Ansichten zum Klimarisiko etwa in unseren Ausblick ein, der die Risiken für die Finanzmarktstabilität beschreibt. Die Einkommensungleichheit ist ein weiterer Faktor, den wir in unsere Top-down-orientierten makroökonomischen Einschätzungen mit einbeziehen.

PIMCO hat die Grundsätze der Vereinten Nationen für verantwortungsvolles Investieren (PRI) unterzeichnet, und im Jahr 2020 wurden wir im jährlichen Assessment Report der PRI mit A+ (höchste Punktzahl) bewertet (siehe Abbildung 2). Dies ist das dritte Jahr in Folge, in dem wir in jeder Kategorie mit der Note A+ bewertet wurden, was unser Engagement für nachhaltige Investitionen unterstreicht. Ferner waren wir einer der wenigen Vermögensverwalter, die für die Integration von ESG-Faktoren in festverzinsliche Anlagen ein Rating von A+ erhielten.

Unsere ESG-spezifischen Strategien greifen auf PIMCOs bewährten Anlageprozess zurück – dieser setzt bei den übergeordneten makroökonomischen und marktspezifischen Einschätzungen an, die in unseren Secular und Cyclical Forums entwickelt werden. Diese Top-down-Ansichten werden um Bottom-up-Einschätzungen unserer Spezialisten, quantitative Analysen einzelner Wertpapiere sowie die Portfoliokonstruktion ergänzt. Anschließend übertragen wir unsere Einschätzungen in beispielhafte Portfolioziele, die die wichtigsten Risikofaktoren berücksichtigen. Mithilfe unserer hauseigenen ESG-Bewertungen bauen wir zum Beispiel Portfolios auf, die (unter sonst gleichen Bedingungen) zu Emittenten tendieren, die unter diesen Kriterien besser abschneiden. Auf diese Weise richten wir die entsprechenden Portfolios auf die CO2-Reduzierung aus und legen den Schwerpunkt auf grüne und nachhaltigkeitsbezogene Anleihen, sofern diese mit den Portfoliozielen übereinstimmen.

PIMCO möchte in Sachen ESG-orientierte Anleiheninvestments eine Vorreiterrolle einnehmen, über innovative Strategien für unsere Kunden, eine Einbindung von Anleihenemittenten und eine Zusammenarbeit innerhalb der Branche, um die Marktstandards anzuheben.

Wir hoffen, dass die Anleger sich uns anschließen, um nachhaltige Anlagen an den Anleihenmärkten von der Rhetorik in die Tat umzusetzen.

Nähere Informationen zu PIMCOs Plattform für ESG-Investitionen und aktives Engagement finden Sie in unserem aktuellen ESG-Anlagebericht unter www.pimco.com/esg-annual-report.

PIMCOs PRI Assessment Report 2020
Autor

Scott A. Mather

CIO U.S. Core Strategies

Olivia A. Albrecht

ESG und Fixed Income Strategist

Jelle Brons

Portfoliomanager im Global Corporate Bond Team

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Rechtliche Hinweise

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